Prüfungsangst? Angst, vor Leuten zu sprechen? Angst vor Spinnen? Höhenangst? Flugangst?

Gemäss dem Neurobiologen Gerald Hüter ist unser Hirn ein „bildgebendes Organ“. Das bedeutet auch, dass wir schlechte Erfahrungen oder Erlebnisse in Bildern abspeichern. Gleichzeitig ist unser Hirn darauf spezialisiert, bei Gefahr schneller zu reagieren, als wir denken können, denn davon hängt unser Überleben ab.

Nun lauern in unserer Umgebung überall „Trigger“. Diese sogenannten Vorboten teilen uns mit, dass sich eine gefährliche Situation anbahnen könnte. Es muss nicht unbedingt eine wirkliche Gefahr drohen. Im Überlensmodus haben wir keine Zeit zu denken – wir müssen in Sekundenschnelle reagieren, denn sonst könnte es ja zu spät sein. Trigger können kleinste, für uns nicht bewusst wahrnehmbaren Dinge sein. Ein Geruch, ein verschwommenes Bild, eine Stimme, ein Wort, eine Vorahung… das reicht bereits, um uns in den Kreislauf dieser gespeicherten Erinnerungsschlaufe zu versetzen, die bei uns eine Angstreaktion auslöst. Da diese, wie gesagt, nicht über das Hirn, sondern direkt über das Rückenmark funktioniert, ist es logisch, dass wir sie nicht über das Denken beeinflussen können. Mögliche Reaktionen sind Starre, Lähmung, Angriff, Flucht, Aggression… was immer für dich in der Vergangenheit funktioniert hat.

Mit dem Lösungsorientierten Malen (LOM®) können diese Verknüpfungen gelöst werden. Über jahrelange Forschung wurde ermittelt, welche Bilder auf unser Hirn beruhigend und belastungssenkend wirken und wie sie gemalt werden müssen. Sobald wir uns sicher fühlen, haben Trigger keine Wirkung mehr auf uns. Das heisst, unser Hirn und unsere Fähigkeit zu denken, werden nicht mehr umgangen oder beeinträchtigt. Damit sind wir wieder in der Lage, Situationen anzuschauen, zu klären und Entscheidungen zu treffen. Im Falle des über den Boden huschenden Schattens, realisieren wir beim genaueren Hinsehen, dass es nur eine Fussel war. Bei Prüfungen wissen wir, dass wir nicht mehr das kleine, verängstigte Kind sind, sondern dass wir uns vorbereitet haben und somit absolut fähig sind, diese zu bestehen.

Ist es Zeit, deine Angst anzugehen? Melde dich an und probiere es aus.

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Kennst du deine Qualitäten und lebst du sie?

Qualitäten sind uns angeboren. Wir müssen nichts für sie tun. Jeder Mensch hat Qualitäten. Sie sind uns zugehörig, wie unsere Haarfarbe und machen uns zu dem was wir sind. Wie zum Beispiel Mitgefühl, Humor, Kreativität, Bescheidenheit. Im Gegensatz zu Stärken und Fähigkeiten müssen sie nicht erlernt, erworben oder erarbeitet werden. Sie lassen sich auch nicht verbessern. Wir müssen nur den Zugang zu ihnen wieder finden und sie sind da.

Woran erkennen wir unsere Qualitäten? Wir fühlen uns glücklich, wenn wir mit ihnen in Kontakt sind und sie zum Ausdruck bringen dürfen. Dann fühlen wir uns bei uns angekommen.

Beim personenorientierten Malen erhalten Qualitäten ihren Raum und werden gestärkt. Häufig sind Malende tief von sich selber berührt und bewegt „Ich konnte schon lange nicht mehr so sehr ich selber sein“.

Achtsamkeit üben oder wie gross muss etwas sein, damit es gesehen wird?

Eine Klientin: „Seit ich begleitet male, spüre ich viel besser, wie viel Raum ich brauche. Vorher hatte ich oft das Gefühl, ich werde nicht gesehen, nicht gehört. Ich hatte mich geärgert, unfähig zu sein, meinen Raum einzunehmen. Daraufhin hatte ich mir fest vorgenommen, mich bei der nächsten Gelegenheit bemerkbarer zu machen, was auch wieder daneben war. Ich war zu laut, zu alles. Seit ich male, kann ich mich viel besser spüren, wie viel Raum ich im jeweiligen Moment brauche und das ohne den Bezug zu meiner Umwelt zu verlieren.“

Stell dir vor, du bist im Malatelier. Du beginnst mit einer Farbe, die du so toll findest, dass du dir sagst: von der muss ich möglichst viel auftragen, damit sie gesehen wird! Manchmal ist es einfach wohltuend, mit einer Farbe einfach weiterzumalen, weil du klar spürst, dass es im Moment genau das ist, was für dich und das Bild stimmt. Aber lass dich nicht täuschen, es halten die wenigsten aus, ein ganzes Blatt an 70 x 100 cm achtsam und präsent mit nur einer Farbe zu bemalen. Meistens dauert es nicht lange, bis der innere „Abwerter“ sich einmischt und Zweifel sät. Ist es nicht zu langweilig, nur bei einer Farbe zu bleiben? Ist es nicht zu wenig speziell?

Andersherum kann es herausfordernd sein, wenn deine Hand dir beim malen sagt, dass die kleine Fläche, die erst gerade entstanden ist, genau so, wie sie ist, in sich perfekt ist. An diesem Moment achtsam zu sein und zu spüren, dass sie nicht grösser werden muss. Vielleicht ist es sogar nur ein kleiner Punkt und du denkst: der ist zu klein, der zeigt doch gar keine Wirkung! Es kostet am Anfang Überwindung, deiner Intuition zu vertrauen und dabei zu bleiben. Am Ende staunst du, wie so eine kleine Form, die fast wie zufällig (Hilfe, ich musste doch gar nicht hart arbeiten!) entstanden ist, so stark wirken kann.

Das sind zwei Beispiele, was dir im personenorientierten Malen passieren kann. Und wie bei meiner Klientin, sind sie ins Leben übertragbar. Es gibt so viele Dinge, die wir beim Malen ausprobieren und erfahren können. Vielleicht hast du ein Thema, das dich beschäftigt? Melde dich für eine Malsitzung an und probiere es aus. Gerne begleite ich dich…

Achtsamkeit üben oder Farben so leuchtend und bunt, wie der Herbst


Stell dir vor, es wird für dich an einem Platz, den du ausgesucht hast, ein weisses Blatt aufgehängt. Du hast gewählt, ob es quer oder hoch hängen soll. Dann wendest du dich der Farbpalette zu. 21 Töpfe mit leuchtenden, lichtechten Farben warten auf dich. Gibt es eine, die dich gerade besonders anspricht? Eine, die dir jetzt besonders gut tut? Eine, die dich im Moment auf unerklärliche Weise fasziniert? Du tauchst deine Finger in die Farbe, geniesst es, wie sie sich anfühlt. Ist sie eher warm oder kühl, geschmeidig sanft oder körnig? Du trägst sie dann ganz langsam, Stückchen für Stückchen auf, geniesst, wie sich diese wohltuende Freude, die Lust an der Farbe ausbreitet und grösser wird. Spürst du das? Du gehst einfach der Farbe nach, sie zeigt dir den Weg. Vielleicht erkennst du etwas im Bild, nimmst den Impuls auf, lässt dich neugierig auf das ein, was du dir sagen willst. Oder vielleicht bleibt es abstrakt. Du merkst, wenn es an der Zeit ist, die Farbe zu wechseln. Du wendest dich der neuen Farbe zu, tauchst ein, vergisst deinen Alltag, deine Sorgen und gewinnst Abstand zu dem, was dich belastet. Du schenkst dir eine Pause. Es geht nicht darum, besonders talentiert oder spektakulär zu sein. Sondern darum, im Moment ganz präsent zu sein, im Hier und Jetzt anzukommen. In diesem Zustand (man kann es auch schöpferischen Prozess nennen) verbinden sich Körper und Seele, wobei selbstheilende Kräfte aktiviert werden, was sich wiederum positiv auf unsere psychische und körperliche Gesundheit auswirkt. Du findest, das klingt zu einfach? Es braucht weder Vorkenntnisse noch malerisches Können. Probiere es einfach aus.

Neue Ziele brauchen neue Wege

Im Malatelier ein Bild zu malen ist vor allem eins: Zeit für dich und mit dir selber. Indem du mit den Händen malst und das entstehen lässt, was gemalt werden will, kommst du dir sehr nahe. Es kann etwas ganz Neues entstehen, was vorher noch nie dagewesen war oder bisher nur leise in dir geschlummert hat.

Damit das funktioniert, braucht es eine einfühlsame Begleitung, welche dem Bild, dem «Neuen» zur Seite steht. Eine Art Geburtshelferin sozusagen. Was neu ist, ist ungewohnt und löst oft den Reflex aus, es schnell zu unterdrücken oder zu übermalen. Weil es irritiert oder sogar Angst macht. Nicht selten wird es im ersten Moment auch abgewertet. Deshalb ziehen wir unsere alten Wege und Gewohnheiten vor. Sie sind schon erprobt, da kann uns nichts passieren. Auch wenn sie dich unter Umständen nie erfüllt oder nie richtig für dich gestimmt haben; das «Alte» fühlt sich immer auch ein bisschen wie Heimat an und wir tendieren dazu, daran festzuhalten. Fest steht aber, dass auf diese Weise gewünschte Veränderungen fast nie eintreffen. Oder hat es bei dir funktioniert? Vielleicht kennst du den Satz: Wenn wir immer denselben Weg nehmen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir immer am selben Ort landen.  

In dem Moment braucht es jemanden, der dir bewusst macht, was gerade passiert und dir die Möglichkeit öffnet, neue Erfahrungen zu machen. Natürlich entscheidest immer du, was für dich im jeweiligen Moment stimmt. Aber du erhältst die Gelegenheit, direkt im Moment am Bild neue Wege einzuschlagen. Es fällt auch leicht, am Bild etwas auszuprobieren. Es kann dir nichts passieren. Wenn es beim ersten Mal nicht hinhaut, übermalst du es einfach wieder. Wichtig ist vor allem, dass du erkennst, wie du funktionierst. Sobald du diese Schlüsselmomente wahrnimmst, wirst du sie auch in deinem alltäglichen Leben erkennen und auch dort entscheiden, welche Wege für dich stimmen. Du wirst schnell spüren: wenn du beim Malen mutiger wirst, Entscheidungen zu treffen, wird sich das unweigerlich auf dein Leben übertragen.

Wünschst du dir manchmal, mutiger zu entscheiden? Oder hast du dich schon mal gewundert, warum du dich im Kreise drehst? Dann ist es an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren. Melde dich, wenn du dein Anliegen besprechen möchtest oder schreibe dich gleich für eine erste Malsitzung ein – denn nichts ist eindrücklicher als die eigene Erfahrung.